Freitag, 19. November 2010

Polizei hackt Tausende von Privat-PCs

Wenn man als Computer-Nutzer eine Warnmeldung auf dem Bildschirm präsentiert bekommt, so gab es bis vor kurzem zwei typische Gründe:

1. Ein installiertes Sicherheits-Programm, z.B. ein Virenscanner, macht den Benutzer auf eine drohende Gefahr aufmerksam.
2. Ein schon eingenister Virus, Trojaner, Wurm o.ä. versucht den Benutzer zu täuschen und in eine Falle zu locken, z.B. zwecks Installation weiterer Schadsoftware.

Seid neuestem gibt es eine dritte mögliche Quelle solcher Wanrmeldungen:
3. Die Polizei warnt den Computer-Benutzer, dass sein System mit Schadsoftware infiziert ist:

T-Online berichtet:
"Im Kampf gegen Internet-Kriminalität hat die niederländische Polizei zu einer bislang einzigartigen Maßnahme gegriffen: Ermittler einer High-Tech-Sonderkommission drangen in mehr als 100.000 Computer unverdächtiger Bürger ein. Ziel der ungewöhnlichen Aktion: die Besitzer auf die Infektion mit dem Bredolab-Trojaner aufmerksam zu machen, der Millionen Computer in einem Botnet versklavt hat. Erst vor wenigen Tagen war es den Ermittlern gelungen, die Betreiber des riesigen Bredolab-Netzwerks zu verhaften.
[...]
Die Polizei machte sich das Netzwerk der Online-Kriminellen zunutze, um die Besitzer der verseuchten Computer direkt zu kontaktieren. Auf deren Bildschirmen erschien eine Nachricht, überschrieben mit "Your Computer ist infected!". "

Wenn sich Virenhersteller, Antivirus-Hersteller und die Hersteller öffentlicher Sicherheit gegenseitig übertrumpfen mit Warnmeldungen, Warnungen vor falschen Warnmeldungen und Warnungen wiederum vor letzteren, bleibt der Nutzer ziemlich ratlos zurück. Bei wem soll er sich Klarheit verschaffen? Der Silversurfer jedenfalls geht mit seinen Kollegen ein Biert trinken und lässt das Internet Internet sein.


P.S.: Oder er wirft seinen PC in die Sondermüll-Tonne und ersetzt ihn durch einen pzee, Modulus oder Simplicity Computer, PCs mit integrierter Sicherheit statt einem Sicherheits-Pflaster.

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